Phytotherapie

Bei der Phytotherapie (Lehre der Verwendung von Heilpflanzen als Arzneimittel) handelt es sich um eine der ältesten Therapieformen, die auch in der Behandlung erkrankter Tiere gute Dienste leistet. Zum Einsatz kommen ganze Pflanzen oder Pflanzenteile, wie Blüten, Blätter, Rinden uvm., die entweder frisch oder aber als Aufguss, Extrakt, Tinktur, ätherisches Öl o.ä. therapeutisch eingesetzt werden.

Wichtig bei dieser Form der Therapie ist das Wissen über die verschiedenen Inhaltsstoffe der Pflanzen und deren Dosierung und Wirkungen. Dazu zählen zum Beispiel ätherische Öle, Alkaloide, Anthranoide, Bitterstoffe, Cumarine, Flavonoide, Gerbstoffe, Glykoside, Saponine und Schleimstoffe. Gerbstoffe beispielsweise wirken zusammenziehend, austrocknend, entzündungshemmend, antibakteriell und können Schwermetalle binden. Sie können je nach Erkrankung sowohl äußerlich, als auch innerlich angewandt werden, doch können sie bei Langzeitanwendung oder Überdosierung auch schädigend wirken. Des Weiteren werden nicht alle Wirkstoffe von allen Tierarten vertragen und könnten bei falscher Anwendung fatale Folgen mit sich bringen. So ist es bei der Anwendung von ätherischen Ölen bei Katzen der Fall: der Gehalt an Terpenen und Phenolen in vielen Ölen ist hochgiftig für unsere Katzen und kann sofort heftige Vergiftungserscheinungen (Erbrechen, Durchfall, Appetitlosigkeit, Schmerzen im Bauchbereich uvm) oder nach langer Zeit Spätfolgen nach sich ziehen.

Zum Einsatz kommen kann die Phytotherapie bei vielen verschiedenen Erkrankungen (z.B. Bronchitis, Reizmagen, Harmwegsinfekten, Verstopfung uvm) als alleinige Therapie, oder als begleitende Therapie neben anderen Heilmethoden.